Drei Termine: Team auf Kurs!
Die Zusammenarbeit im Geschäftsleitungsteam stockt, Unzufriedenheit und schlechte Stimmung sind offensichtlich. Nach nur zwei Team-Supervisionen hat das Team die Zusammenarbeit grundlegend verändert und die Beteiligten freuen sich über einen gelungenen Neustart, so bringt es die Geschäftsführung auf den Punkt. Wie konnte das so schnell gelingen?
Von Frank Spitthöver
Schon mehrfach hatte ich in Auftragsklärungen erlebt, dass die Erkenntnisse in diesem ersten Schritt der systemischen Organisations- und Teamentwicklung Sichtweisen verändern und Mut zum Handeln wecken. In der Auftragsklärung einigen sich die Beteiligten auf gemeinsame Ziele für die Supervision und können so Ihre Interessen einbringen.
Damit ist der Grundstein für den Weg zu einer konstruktiven und wirksamen Supervision gesetzt. Doch in diesem Geschäftsleitungsteam verlief der Arbeitsprozess besonders schnell.
Der Fall einer strittigen Entscheidung steht im ersten Supervisionstermin an: Eine Führungskraft sah sich mit fachlichen Argumenten weder gesehen noch wertgeschätzt. Fragen zu Umständen und Ablauf der Besprechungen machen dem Team bewusst, dass unter dem alltäglichen Druck und in Diskussionen um Detailfragen der Fokus auf das Wesentlichen verloren ging. So hatten die Protagonisten aneinander vorbeigeredet und die relevanten gemeinsamen Ziele blieben unklar. Kein Einzelfall, wie sich herausstellt und mich zur Frage führt, was die Beteiligten verändern können, um in solche Situationen gemeinsam konstruktiv Lösungen zu entwickeln.
Antworten findet das Team in den gemeinsam vereinbarten Werten der Organisation. Mit Blick auf die gemeinsam erarbeitete Vision und die strategischen Ziele ist auch schnell klar, dass sich zwar alle einig über die gemeinsame Ausrichtung sind, diese im Alltag allerdings oft nicht zur Orientierung genutzt wird.
Schnell entwickelt das Team die Maßgabe, relevante Ziele für Meetings in Zukunft explizit zu benennen und die gemeinsamen Werte in der eigenen Zusammenarbeit zu leben. Klare Regeln für Meetings werden formuliert, um offen für unterschiedliche Sichtweisen und wertschätzend miteinander zu diskutieren. Der Umsetzung in den nächsten Meetings stimmen alle zu.
In der zweiten Supervision hat sich die Stimmung verändert. Die Teammitglieder reflektieren gut gelaunt die Umsetzung der vereinbarten Veränderungen: Sie haben die letzten Meetings zielführend und entspannt wahrgenommen. Die Zusammenarbeit macht ihnen wieder Spaß und das sieht man ihnen an.
In der abschließenden gemeinsamen Auswertung der Zusammenarbeit sind alle erleichtert, wieder konstruktiv und mit Freude zusammenzuarbeiten. Das Team blickt zum Abschluss auf die anstehenden Herausforderungen und freut sich darauf, sie nun gemeinsam meistern zu können.
Damit können wir den Supervisionsprozess abschließen. Im Rückblick hatte das Team sich durch Rückbesinnung auf die gemeinsamen Werte und strategischen Ziele wieder auf Kurs und in Fahrt gebracht.
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