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Was ist eigentlich Achtsamkeit? Eine Definition sagt „sich der inneren und äußeren Vorgänge bewusst sein“. Im Alltag heißt das beispielsweise, immer wieder innezuhalten und nachzuspüren, wie es uns geht und was wir gerade brauchen. Achtsamkeit bedeutet auch, uns bewusst zu sein, dass nur wir allein für unsere Gedanken und Gefühle verantwortlich sind. Niemand anders. Das Gute: In diesem Moment übernehmen wir ganz Verantwortung für unsere Gedanken, Gefühle und unser Handeln. Wir haben es in der Hand, wie es uns geht.

In einem Achtsamkeits-Workshop, den wir im letzten August durchgeführt haben, zeigte sich dies ganz praktisch an zwei Beispielen. Als wir in großer Runde Aspekte zum Thema „Achtsamkeit“ austauschten, sagte ein Teilnehmer „Mir sind das jetzt alles zu viel Punkte. Das kann ich doch nicht alles umsetzen!“ Eine ehrliche Aussage, denn wir können nicht alles umsetzen. Das ist die Wahrheit. Doch Achtsamkeit beginnt genau mit diesem Bewusstsein und damit, z. B. die eigene Messlatte ein Stückchen anzugleichen und sich einen Aspekt zu nehmen, auf den ich achten will. Ein weiteres Beispiel zeigte sich in einer Gruppe, die ihre Einsichten aus der Sorge heraus „die Aufgabe falsch gelöst zu haben“ zunächst nicht im Plenum teilen wollte. Und dann die wunderbare Erkenntnis: Die Gruppe hatte die Aufgabe sehr gut gelöst. Es geht eben nicht um richtig oder falsch – das machen oft unsere Gedanken, doch dies ist nicht die Wirklichkeit. Es gibt immer mehrere Wege zur Wahrheit und jeder Gedanke zählt und kann inspirierend sein. Diese Erkenntnis und dieses Bewusstsein war ein erhellender Moment, der die ganze Gruppe stärkte.


In Kooperation mit dem Berufsbildungszentrum der Remscheider Metall- und Elektroindustrie GmbH (BZI) haben wir im April ein Respekt!-Training mit 15 Jugendlichen im Berufsvorbereitungsjahr durchgeführt.

Es war wunderbar zu erleben, wie viel fleißige Hände mir schon bei der Vorbereitung des Raums geholfen haben. In Kleingruppen und im Plenum haben sich die Jugendlichen über ihre persönlichen und kulturellen Werte und ihr Verhalten ausgetauscht. Es wurde deutlich, wie unterschiedlich unsere Werte sein können und wie sich diese auf unser Verhalten auswirken. Als wir über die Stärken jedes Einzelnen gesprochen haben, wollte die Gruppe, dass jeder zu jedem etwas persönlich sagt. Mich hat diese Offenheit besonders gefreut.

Selbst die Skeptiker waren am Ende überzeugt, dass sich dieser Tag gelohnt hat und sie etwas für ihr Leben mitgenommen haben.


In unseren Trainings, Workshops und Coachings stehen die Stärken der Menschen im Vordergrund. Denn das ist effiziente Führung. Wir arbeiten dazu vor allem mit Fragen und Methoden, die diese Stärken erlebbar und spürbar machen. Besonders viel Freude macht es uns zu sehen, welche Wirkung dieser Ansatz immer in der Entwicklung von Menschen hat. Das kann so weit gehen, dass selbst schon nach kurzer Zeit eine Verhaltensänderung möglich ist. Dann wissen wir, dass wir beide – unser Kunde und wir – gemeinsam gute Arbeit geleistet haben.


Teamentwicklung beginnt für uns mit der Auftragsklärung, an der Teammitglieder teilnehmen. Nur so wird für uns transparent, wo das Team steht und wo es hin will. Gemeinsam legen wir die Themen fest, um die es gehen soll. Häufig geht es in den Workshops um eine Rollenklärung, die Kommunikation oder Prozesse im Team. In unserer Zusammenarbeit kann es passieren, dass plötzlich eine Frage das ganze Team aufmischt. Dadurch entstehen bei einigen Personen Irritationen und Unsicherheit. Doch genau diese Störungen sind sehr hilfreich für den Prozess und schweißen unserer Erfahrung nach ein Team erst richtig zusammen.


In einer Großgruppe haben wir mit Führungskräften ihre Balance-Kompetenz erkundet und gestärkt. Das fing mit dem Sinn an. Denn erst die Antwort auf die Frage „Was ist der Sinn meiner Balance-Kompetenz“ entfacht Leidenschaft und meine Bereitschaft, etwas zu verändern. Durch viel Austausch und Inspiration haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende die Handlungsschritte für sich mitgenommen, die sie ein Stückchen weiter bringen, um im Alltag im Gleichgewicht zu sein.


Glaubenssätze sind Sätze wie „Ich darf keine Fehler machen.“ oder „Andere kommen zuerst, dann ich.“ Diese sind tief in uns verankert. Und Glaubenssätze haben nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Organisationen. Doch sie lassen sich verändern. Wir arbeiten beispielsweise mit dem „inneren Team“ von Schulz von Thun, um sie aufzudecken. „The Work“ von Byron Katie ist eine sehr hilfreiche Methode, um Glaubenssätze nachfolgend umzukehren, um neue Handlungsoptionen zu erkennen und dann in eine neue Richtung weiter zu gehen.


Wie oft verwenden Sie Wörter wie dürften, sollten, würden oder müssen? Jedes Wort bewirkt etwas bei uns selbst und unserem Gesprächspartner. Wörter wie „müssen” und „sollten” erzeugen automatisch Druck. ”Sollten” ist zudem eine Absichtserklärung und nicht klar. Ganz anders wirkt da diese Aussage: „Wir erreichen unser Ziel bis zum …” Das ist klar und positiv.


„Cultural Awareness“ beginnt immer bei uns selbst. Wer sich seiner eigenen Wurzeln, seiner Kultur und seiner Werte bewusst ist, kann seine eigenen Verhaltensweisen und die anderer Kulturen besser verstehen und relativieren. In unseren Trainings und Workshop ist dies die Grundlage, um flexibel und leicht mit anderen Kulturen umzugehen. Die Erkenntnis, dass es grundlegende kulturelle Unterschiede bei Kommunikationsstilen oder Herangehensweisen an Aufgaben und Entscheidungen gibt, führen zusätzlich zu einem tieferen Verständnis und zu einem klaren und wertschätzenden Miteinander.


Sicherlich wissen Sie, wie Sie sich nach einem Streit fühlen – sei es mit einem Kunden, Kollegen, Freunden oder Familie. Worte hallen nach und erzeugen Emotionen, die sich in unserem Körper bemerkbar machen. Mitunter benötigen wir Stunden oder Tage, um uns von einem Streit wieder zu regenerieren. Deshalb ist es sinnvoll, auch in Konfliktsituationen friedlich und kooperativ miteinander umzugehen. Ein sehr hilfreicher Ansatz ist dazu die „Gewaltfreie Kommunikation“ nach M. Rosenberg. Gefühle und Bedürfnisse bekommen hier in wertschätzender Weise Raum.


Lernen im Ganztag – wie gelingt das? Wenn Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte ein Stück weit zusammen rücken. Das ist die Basis für fachliche Zusammenarbeit. Dabei geht es darum, die persönlichen und gemeinsamen Stärken und Werte zu entdecken und zu teilen und daraus eine Vision für die gemeinsame Zukunft zu kreieren. Denn Verbundenheit ist eins der wichtigsten menschlichen Bedürfnisse und damit ein großer Motivator.


Wie entwickeln Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte ein interkulturelles Bewusstsein? Am besten direkt in ihrer Lebenswelt. Initiativen wie eTwinning sind dafür bestens geeignet. Beispiel: Deutsche Schülerinnen und Schüler drehen kleine Videos in Ihrem Alltag und tauschen diese über eine geschützte Internetplattform aus. Die Videos sind ohne Ton. Ihre italienischen Partnerklassen denken darüber nach, was die deutschen Schülerinnen und Schüler in diesen Situationen reden. Damit setzen sie sich mit ihrer eigenen und der fremden Lebenswelt auseinander. Schülerinnen und Schüler erstellen auf diese Weise ihre eigenen Lerninhalte, die sie dazu anregen, nachzudenken, Fragen zu stellen und etwas gemeinsam Neues zu entwickeln. Die Begeisterung von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften spricht für sich.

www.etwinning.de


Ein Thema, das mich persönlich schon lange beschäftigt. Muss es immer um Leistung gehen? Immer besser, schneller, weiter? Kann es nicht vor allem darum gehen, dass Kinder und Jugendliche lernen, gelingend ihr Leben zu gestalten, gesund und glücklich zu sein?

Genau darum ging es in einem Workshop mit Schulleiterinnen und Schulleitern aus Köln. Mit WorldCafé-Elementen und Storytelling ist es uns gelungen, Ideen und Ansätze zu teilen und weiter zu entwickeln. Die leuchtenden Augen einiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer, als sie aus Sicht von Kindern über ihre neue Leistungskultur in der Zukunft berichteten, hat bei mir besonders tiefe Eindrücke hinterlassen. Wir alle fühlten uns beschenkt nach diesem gemeinsamen Tag.


Moderation wird oft nicht als Führungswerkzeug erkannt. Dabei eröffnet diese Methode die Möglichkeit, sich zu fokussieren und Teams eigenständig Lösungen entwickeln zu lassen.

Moderation unterstützt damit einen Lernprozess, einen Erkenntnisgewinn und die Lösungssuche. Die Führungskraft verlässt sich dabei ganz auf die Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So lassen sich Potenziale von Menschen heben und vernetzen.


„Wir wollen wissen, wo wir unsere Defizite haben.” Das hören wir immer wieder von Führungskräften, gerade von jungen und lernhungrigen. Und das nicht nur in Deutschland. Wenn wir sie dann fragen, was ihre Stärken sind, sind sie ziemlich erstaunt. Und noch mehr, wenn sie erfahren, dass effiziente Führung Stärken nutzt anstatt „Löcher zu stopfen“. Denn Stärken weiter auszubauen, fällt Menschen erfahrungsgemäß leicht. Außerdem stärkt es Menschen, sich ihre Stärken bewusst zu machen und das motiviert sie, diese gezielt zu nutzen.


Führungsmodelle beschreiben immer nur einen Teil der Wirklichkeit. Doch die Theorie hilft, seinen eigenen Führungsstil zu reflektieren und besser zu verstehen. Das Modell der situativen Führung von Paul Hersey und Kenneth H. Blanchard beschreibt für uns einen Lern- und Entwicklungsprozess, den jeder Mensch abhängig von der Situation und seinen Kompetenzen durchläuft. Für Führungskräfte ist es häufig sehr hilfreich, anhand dieses Modells konkrete Situationen durchzuspielen und zu überlegen, wie sie in der Praxis führen und was sie verändern können, beispielsweise mehr oder weniger Freiraum bzw. mehr oder weniger Unterstützung zu geben


Für uns ist letztendlich jeder seine eigene Führungskraft und damit Vorbild für seine Umgebung. Für die Zusammenarbeit ist das entscheidend. Vorbild sein bedeutet dabei nicht, perfekt zu sein. Vorbild sein bedeutet, sich bewusst zu sein, was ich denke, sage und tue und mich weiterzuentwickeln. In der Praxis heißt das, vor allem ehrlich zu sich selbst und anderen zu sein und im Dialog mit anderen sein Selbst- und Fremdbild abzugleichen.


In einem Teamentwicklungsworkshop lernte ich: Feedback ist ein Liebesdienst. Klingt ziemlich übertrieben. Ist es aber nicht. Denn ich tue mir und dem anderen wirklich etwas Gutes.

Entscheidend ist die eigene Haltung: Offenheit und Wertschätzung. Und die Art, wie ich jemandem Feedback gebe. Feedback ist nämlich nicht, einfach zu sagen „Das ist ja toll.“ „Das finde ich nicht gut.“ Feedback teilt immer eine genaue Beobachtung mit und die Wirkung und Konsequenz und evtl. einen Wunsch an mein Gegenüber.


Kurz vor Ostern 2013 war Frank Spitthöver zu Gast im Fernsehstudio der Bonner Lokalzeit. Live erklärte er, wie wichtig es ist, mit Kreativtechniken neue Ideen herauszukitzeln, kreatives Potenzial und Innovationen zu fördern. Schon bei Kindern ist das natürlich ungemein wichtig! Aber warum das auch Erwachsenen und vor allem Unternehmen guttun und inspirieren kann – das konnte Frank Spitthöver anhand eines Beispiels aus dem Bereich Marketing konkret darstellen.


Humor ist für uns eine Haltung: Sich selbst und andere wertzuschätzen und sich gleichzeitig manchmal nicht zu ernst zu nehmen. Humor löst außerdem Emotionen aus, die Lernprozesse verstärken können.

Film ab, denn Lachen macht den Kopf frei für neue Perspektiven und Ideen! Weiterlesen